Fest der Vereine am „Höllchen“
 
Darstellung einer Einsatzsituation: Forstunfall
 
Ein gelber Helm leuchtet mitten im Wald zwischen liegenden Baumstämmen hervor. Schaulustige versammeln sich, darunter viele Kinder, doch keiner der Erwachsenen hält ihnen die Augen zu um den Blick auf die leblos liegende Person zu verdecken. Als sie dann auch noch von einem Feuerwehrmann gebeten werden, näher zu treten, um das Geschehen besser verfolgen zu können, wird auch dem zufällig vorbeikommenden Wanderer klar, dass es sich nicht um einen realen Forstunfall handelt. Wehrführer Alwin Siebeneichner erläutert den Besuchern des Festes der Vereine am Höllchen welche Möglichkeiten die Feuerwehr hat, um dem verunglückten Waldarbeiter zu helfen. Während der Vorbereitung hat die Feuerwehr bereits einen Ablageplatz hergestellt, auf dem alle technischen Geräte liegen, die die örtliche Feuerwehr vorhält. Gezeigt wird dann der Einsatz von einem hydraulischen Rettungsgerät, dem Spreizer. Zunächst zersägt Daniel Völker mit der Motorsäge einen Baumstamm, der die eigentlichen Rettungsarbeiten behindert.  Mit Hilfe des Spreizers wird der ca. 300 kg schwere Baumstamm von den Beinen der Übungspuppe angehoben damit diese dann darunter befreit werden kann. Daniel Völker am Hydraulikaggregat achtete darauf, dass dem Spreizer die benötigte Energie zur Verfügung steht. Auch über die Gefahren für den Verletzten und die Einsatzkräfte gibt Alwin Siebeneichner Auskunft.
 
Im Anschluss konnten sich die Besucher das Fahrzeug und die Geräte näher ansehen und den Einsatzkräften Fragen zur Tätigkeit in der Feuerwehr stellen.
 
  
Die Ausrüstung am Ablageplatz wird kontrolliert                  Erläuterung der einzelnen Schritte der Befreiung
  
 
    
 
 

Das geländegängige HLF ist im Wald und auch in unwegsamen Gelände einsetzbar
 

 
Noch während der Vorbereitungen für die Einsatzdarstellung wurde uns ein Tier in Not gemeldet. Völlig aufgelöst kam eine Frau mit Hundeleine in der Hand auf uns zu und berichtete erschüttert, dass der Hund ihrer Tochter zum Höllchen heruntergelaufen sei und nun den Hang nicht mehr hochkommt. Sie hatte große Angst, dass der Hund entkräftet im Höllchen ertrinken könnte. Daniel Völker rüstete sich sofort aus und zusammen mit Alwin Siebeneichner lief er zur bezeichneten Stelle. Dort konnte man am Fuß des Steilhanges ,der direkt in den See überging, einen verzweifelt bellenden und erste Erschöpfungsanzeichen zeigenden Hund erblicken. Mit einer Leine gesichert stieg Daniel den Hang hinab. Zu Dritt konnten der Hund und Daniel Völker wieder hochgezogen werden.  Oben angekommen konnte der Hund seinem inzwischen herbeigeeilten Besitzer übergeben werden.